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Seit 2018 arbeite ich an meinem #playdoughartprojekt. Meine utopische Idee ist, die für mich subjektiv schönsten Frauen, auf allen Gemälden, aus allen Museen weltweit, vor Ort in Knete nachzuformen.

Musen, Madonnen, Göttinnen – Frauen stehen in meiner Sammlung nebeneinander, Zeit und Rahmen ihrer ursprünglichen Entstehung enthoben. Ich habe sie in Knete geformt, aus dem flachen Bild und der Vergangenheit herausgelöst. In der Gegenwart treffen Frauen der Renaissance auf Damen der Moderne. So öffnet sich eine Welt neuer Begegnungen, Beziehungen und Geschichten. Der idealisierenden Darstellung von Frauen in der Kunst, die realitätsfern eine perfekte Fassade verherrlicht, setzte ich meine skizzenhaften Knetefiguren entgegen. Sie ergänzen das entrückte, stilisierte Bild der Frauen, um eine Version ohne Verschönerungsfilter. Meine Nachformungen sind greifbar, intim, burlesk und pur.

Ich nehme Kontakt zu Sammlungen und Museen auf und unternehme Reisen, um vor Ort vor den Originalen zu arbeiten. Abschließend bitte ich Besucher*innen, die Figur nach eigenenr Idee vor dem Original zu halten. Diese Aktionen führen zu nahen und fruchtbaren Gesprächen und immer zu einem Bild. Die Hand der Besucher*in mit dem Knetobjekt vor dem Original wird von mir dokumentarisch fotografiert.

Ist die Arbeit im Museum nicht möglich (Logistik, Pandemie, Genehmigung), so weiche ich auf Postkarten aus. Ich pflege eine wachsende Postkartensammlung, ein imaginäres Museum in einem Kasten. Nach diesen Reproduktionen knete ich im öffentlichen Raum und frage auch dort Passanten die Skulpturen mit der Vorlage in Szene zu setzen.

Das Projekt hat eine eigene Webseite: #playdoughartproject.global

nächste Expeditionen:

Paris

Budapest

Salzburg

Die Eroberung der Figur, sie in Knete zu fassen, ist immer eine Anstrengung und ein aufregendes Wagnis. Werde ich ihre Magie stehlen dürfen, ihre Seele? Entsteht ein Schadenszauber? Aber was geschieht ist, dass die Frauen auf den Gemälden seltsam zum Leben erweckt werden durch ihre kleine Knetemuse.

Mit dieser unendlich großen Sammlung von kleinen, weichen Skulpturen kommentiere und thematisiere ich die Stellung von Frauen in der Kunst. Meine Haltung dabei ist feministisch.

Mein Knete-Atlas – langfristig plane ich den Aufbau eines eigenen Museums, das imaginäre Museum in einem Kasten gibt es bereits.